3Ernie + Bertie
zwei spanische Machos (wir kommen wirklich aus Spanien!!!)... Also, ich, der Ernie (links), von seiner Mama liebevoll „der kleine spanische Macho“ genannt, habe (leider) bei Heike diesem Titel voll entsprochen. Angekommen, nahm ich sofort das Zepter in die Hand. Bin ja immerhin hoch gewachsen, hab vor nix und niemand Angst, also, was sollte mir passieren. Ging auch anfangs alles richtig gut, bis, ja bis, der Charly mit seinem Freund Carlo bei Heike eintraf. Äh, ok, der war doch bissi stärker als ich – immerhin lebt er ja nun auch schon mehrere Jahre als „Freigänger“ in Germany – sodass ich meinen immerhin doch recht langen Schwanz einige Male „einziehen“ musste, bis ich verstand, dass es noch mehr männliche Katzenwesen gibt, die mir evtl. doch mehr zu sagen haben, als ich meinte. Nun, ich bin ja net bekloppt und spanisch verstand der Charly ohnehin nicht, also haben wir uns nach ein paar Tagen mit Zischen, Fauchen und Drohgebärden stillschweigend darauf geeinigt, dass wir wohl nie richtige Amigos werden und sind uns von da an (mehr oder weniger) aus dem Weg gegangen.... Ich bin eigentlich immer in Bewegung. Sei es, indem ich mal wieder alle meine Mitbewohner kräftig durch die Gegend scheuche (was wollen die auch mitten im Zimmer, wenn ich da bin. Haben die net genügend Freiheiten „hinter“ der Couch?), oder Berti mal wieder als Spielgefährten nutze, oder mal nachschaue, was in all den anderen Fressnäpfchen noch so an Leckerlies liegt, oder auch Heike’s Tierpensions-Accessoires in Ordnung bringe. Also ehrlich, von Einrichtung hat sie eh net so die richtige Ahnung! Magnet-Schmetterlinge an der Gardinenstange, „tse-tse-tse“, was soll denn der Blödsinn? Gehören an ne Gardinenstange Magnet-Schmetterlinge? NATÜRLICH NICHT! Und überhaupt, Gardinen, noch mal „tse-tse-tse“. Völliger Schwachsinn! Sind wir hier in einem Wohnzimmer oder in einer Katzenpension?! Ja, die Heike hat net aufgegeben, die völlig verbeulte Gardinenstange wieder zurecht zu biegen und die Schmetterlinge wieder daran zu befestigen. Ich hab aber auch nicht aufgegeben, grins. Mama, ich muss Dir unbedingt erzählen, was ich davon halte! Wo wir gerade davon sprachen, was will denn der Carlo schon wieder auf dem gemütlichen Sofa, hä? Ab die Waldfee, sag ich nur. Und tschüss – supi – er ist wieder hinter der Couch. Endlich wieder genug Platz für mich!...
... Bei mir, dem Berti (rechts) wusste Heike immer, was gut für mich ist. Am liebsten war mir die eigene leckere Vitaminpaste und – ja – es ist mir selbst peinlich, wie ich immer an der Tube genuckelt hab. Heike hatte dann immer so Ausdrücke, wie „mein süßes Baby“ oder „mein goldiger Schatz“. HALLO?! Ich bin ein Kater und net so’n Kinderkram-Gedöns! Menschen benehmen sich oft ziemlich eigenartig! Ach, und mal ganz im Vertrauen, Mama, von Haushalt führen, hat Heike wirklich keine Ahnung! Fegte sie zunächst erst mal die ganze Katzenpension durch, musste ich natürlich dafür sorgen, dass der Dreck nicht da liegen bleibt, wo sie ihn gerade hingefegt hat. Also ehrlich, schon wieder schwingt sie den Besen und fegt was inne andere Ecke. Also, wenn ich nicht dafür gesorgt hätte, dass der Dreck nicht da liegen bleibt, wir wären völlig verwahrlost und wahrscheinlich voller Flöhe nach Hause gekommen. Also, wenn sie auch sagt, sie hätte Ordnung gemacht, ich kann das viel besser und sogar ohne Besen. War ab und zu ganz schön stressig!... Und Mami hier in der Katzenpension zu überleben, war ein täglicher Kampf, wie Du ja auf dem Foto sehen kannst. Das, was wir beiden wollten, gab uns Heike natürlich nicht. Also mussten wir selbst für unser Wohl sorgen und uns die Leckerlies aus dem Schrank holen (grins).